Unsere Schule plant die naturnahe Umgestaltung eines zentralen Schulhofbereichs. Aus einer bislang stark versiegelten Fläche soll ein klimaangepasster, grüner Lern- und Aufenthaltsraum entstehen.
Den entscheidenden Impuls für das Projekt gab die Teilnahme am Wettbewerb „Coole Schulhöfe NRW“ der Deutschen Umwelthilfe.
Wer an einem heißen Sommertag über einen unserer Schulhöfe läuft, merkt schnell: Asphalt kann erstaunlich viel Wärme speichern. Doch genau darin liegt auch die Chance unseres Projekts. Einer der zentralen Schulhöfe unserer Schule soll sich von einer stark versiegelten Fläche zu einem klimaangepassten, naturnahen Schulraum entwickeln – einem Ort, der Lernen, Aufenthalt und Naturerfahrung miteinander verbindet.

Der Startschuss: „Coole Schulhöfe NRW“
Den entscheidenden Impuls für dieses Vorhaben gab unsere erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb „Coole Schulhöfe NRW“ der Deutschen Umwelthilfe – federführend unter der Leitung Herrn Littschwagers. Ziel des Programms ist es, Schulgelände klimaangepasst umzugestalten und dabei Aspekte wie Begrünung, Entsiegelung, Biodiversität und nachhaltige Nutzung in den Mittelpunkt zu stellen.
Mit einer Förderung von bis zu 20.000 Euro für Planung und erste Umsetzungsmaßnahmen unterstützt das Projekt Schulen dabei, konkrete Schritte hin zu zukunftsfähigen Schulhöfen zu gehen.
Für uns war schnell klar: Genau das ist der richtige Rahmen, um unsere Ideen Wirklichkeit werden zu lassen.
Warum dieser Schulhof?
Der ausgewählte Schulhof gehört zu den größten und zugleich am stärksten versiegelten Bereichen unseres Geländes. Während andere Bereiche bereits über begrünte Rückzugsräume verfügen, fehlt es hier bislang an Schatten, Aufenthaltsqualität und ökologischer Vielfalt. Besonders im Sommer entstehen deutliche Hitzeinseln.
Dabei zeigen zahlreiche Beispiele: Gerade solche Flächen bieten enormes Potenzial. Durch Entsiegelung, Begrünung und Beschattung lassen sich Mikroklima und Aufenthaltsqualität deutlich verbessern, gleichzeitig entstehen neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere.
Ein naturnaher Schulhof wirkt sich zudem positiv auf Bewegung, Konzentration und Wohlbefinden aus und schafft zugleich wichtige Anknüpfungspunkte für Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Unsere Vision: Ein grüner Schulhof
Unser Ziel ist es, diesen Schulhof schrittweise in einen grünen Begegnungs- und Lernraum zu verwandeln.
Geplant sind unter anderem:
• Teilweise Entsiegelung von Asphaltflächen, um Regenwasser versickern zu lassen und die
Aufheizung zu reduzieren
• Pflanzung heimischer Bäume und Gehölze als natürliche Schattenspender
• Anlage von Blühflächen und naturnahen Pflanzstreifen zur Förderung der Biodiversität
• Schaffung von Sitz- und Aufenthaltsbereichen in begrünten Zonen
• Perspektivisch ein grünes Klassenzimmer als Lernort im Freien
Ein vorhandener Grünstreifen soll zusätzlich zu einem kleinen artenreichen Biotop weiterentwickelt werden – mit heimischen Pflanzen sowie Strukturelementen wie Totholz oder Steinhaufen. So entstehen Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere und gleichzeitig ein Lernort für praktischen Natur- und Artenschutz.
Lernen unter freiem Himmel
Bestimmte Areale des Schulhofes sollen langfristig zu einem Lernraum im Freien umgestaltet werden.
Ihr könnt hier das Schulgelände als Ökosystem untersuchen, Daten zu Klima und Biodiversität erheben und eigene Ideen zur nachhaltigen Gestaltung entwickeln. Naturwissenschaftliche Fächer begleiten den Prozess und machen Veränderungen messbar.
Ein erster Schritt ist bereits erfolgt:
Ein Temperaturmessgerät an einer Laterne (siehe Foto) erfasst kontinuierlich die Wärmeentwicklung auf dem Schulgelände. So können wir künftig nachvollziehen, wie stark Begrünungsmaßnahmen zur Abkühlung beitragen.
Ein Gemeinschaftsprojekt
Ein Schulhof verändert sich nicht von allein – er wächst durch Engagement. Deshalb ist das Projekt als Gemeinschaftsprojekt angelegt.
Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern bringen ihre Ideen ein, entwickeln Konzepte und wirken aktiv an der Umsetzung mit. Unterstützt wird der Prozess durch fachliche Expertise aus verschiedenen Bereichen. Bereits erfolgt ist der Schülerwettbewerb, um dieses Projekt ein passendes Logo zu verleihen. Weitere größere und die gesamte Schulgemeinschaft betreffende Aktionen werden folgen. Unser Ziel ist ein Schulhof, der mehr ist als ein Aufenthaltsort – nämlich ein grüner Lernraum, eine kühle Oase und ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Schulentwicklung.
So entsteht Schritt für Schritt ein Ort, der mehr ist als ein Pausenhof:
Ein grüner Lernraum, eine kühle Oase an heißen Tagen und ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Schulentwicklung.